Bandit – Streetart für Fortgeschrittene

Bandit - Sprayer

Aus familiären Gründen war ich ein paar Tage in Spanien, in Altea, einer kleinen Stadt an der Costa BetonBlanca. Dort fand ich, nachdem ich das erste Graffiti sah und mich dann auch die Suche machte, immer mehr Schablonenarbeiten des belgischen Künstlers Bandit. Eine sehr willkommene Abwechslung in der sonst sehr von Tourismus geprägten Stadt. Es machte großen Spaß die kleine Stadt nach seinen Arbeiten und Spuren zu durchsuchen und ich freute mich immer sehr, wenn ich ein neues Graffiti fand.

Bandit - gun

Mehr Bilder auf der Homepage von Bandit: www.bandit.es

Und hier habe ich noch ein Interview mit Bandit gefunden:
bcnstreetart.blogspot.com/2007/07/interview-with-bandit.html

Bandit - Tag

Ein Kontrabass spielt selten allein …

… heißt die Podcast-Reihe von Friedrich Witt, der als Solo-Kontrabassist bei den Berliner Philharmonikern unter anderem unter Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan spielte.

In seinem schön gemachten Podcasts berichtet er von seinen Anfängen als Musiker, von seinen Reisen mit dem Orchester in der Nachkriegszeit nach USA und Japan, der Arbeit im Orchester, sehr schön erzählt und mit von ihm gespielten Kontrabassstücken garniert.

Die Folgen erscheinen in größeren Zeitabständen, gerade ist eine neue Folge erschienen, über die ich mich sehr gefreut habe. Ist schon interessant, mal ein wenig hinter die Kulissen eines großen konservativen Orchesters zu kucken.

Zu finden gibt es die Podcasts unter der Adresse http://www.friedrich-witt.de

Geburtstag.

Zum Geburtstag von F.

Wir wollen dir!

Wir wollen dir all deine Wünsche einpacken,
Dichten, Singen und herzförmig kacken.
Wir wollen dich verführen, beißen den Nacken,
und dir verzeihen alle Fehler, deine Macken.
Wir wünschen dir nur das Beste.
Morgen, heute und gestern
zu deinem Geburtstagsfeste!

Bepoet

 

An einen alten Mann im Spiegel

Du bist ein krummer dummer Hund!
Und hast es doch so gut gehabt,
bist gar nicht reich und bist gesund,
auch größtenteils nicht unbegabt.
Du altes Schwein im Trüffelbeet,
weißt du auch stets, wie gut’s dir geht?
Du, spring nicht über Schranken,
die höher, als du selber bist, sind.
Vergiss nie, täglich wie ein Kind
für alles tief zu danken.

Joachim Ringelnatz

Battle of Arts

Morgen den 15.6. ab 20.00 findet beim Theater Landungsbrücke, Gutleutstr.294, Milchsackgelände der

„Battle of Arts“ statt.

Es handelt sich um das Abschlußprojekt der angehenden Veranstaltungskaufleute an der Stauffenbergschule.Es gibt Garffitisprayer, Rockbands ( Banjoory!Rockomotive!Wortgewandt!) und Poetryslammer. Außer Tilman Döring und Max Neumann, tritt auch der Be Poet auf.Trotz Sponsoren beträgt der Eintritt leider noch 8,- Euro. Kostenlos ist hingegen der Besuch der Austellung „Beyond“ in der Basis, Elbestr. 10. Zwischen 15.00 und 18.00 kann man mit dem Schreiber dieser Worte, morgen über Kunst und Visuelle Poesie reden.Bepoet und die Poesie macht auch nicht Halt, vor der bildenden Kunst.Mein Komentar zur Austellung von Maurizio Catallan im MMK, Brauchbachstraße, ist folgender: Ein Pferd, dass mit dem Kopf durch die Wand will, ist ein Esel.

Freie Musik :: Keep Cool Vibration – Babylon Square Gardens

So, der Jahreszeit entsprechend gibt es heute mal ein wenig Reggae, als Live-Album bei Jamendo unter einer CC-Lizenz zum downloaden. Passt doch doch zum Wetter, oder?

Ach ja: René Wynands hat mal eine sehr schöne Geschichte des Reggaes geschreiben, „Do the Reggae. Reggae von Pocomania bis Ragga und der Mythos Bob Marley“. Ist im Buchhandel vergriffen, aber der Autor hat es 2000 als PDF zum Download ins Netz gestellt. Viel Spaß beim Lesen.

Trichter

Christan Morgenstern 1897

DERTRICHTER

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.

Durch ihres Rumpfs verengten Schacht

fließt weißes Mondlicht

still und heiter

auf ihren

Waldweg

u. s.

w.

Der herbeigerufene Dichter saß auf der Decke im Park und dachte nach. Es war doch etwas zu konkret satt eines Gedichtes: „Vollmond am 28.6.“ zu schreiben. Naturphänomene, Astronomie,Geografie sind verbreitete Themen der Posie. Maik Lipperts neuer Gedichtband heißt :

im rauchglas des himmels überm gewerbegebiet

www.edition-thaleia.de

Der Verlag: Das fröhliche Wohnzimmer www.dfw.at beschäftigt sich mit experimentellen und allzu alltäglichen. Das Buch: Ein kleiner Schnitt. Unser Krebsjahr von Ilse Kilic und Fritz Widhalm befasst sich in einer besonderen Form mit einer Brustamputation, Bestrahlung etc.! Kein Thema für den großen Poetry-Slam am Sa den 9.6. auf dem Hessentag in Butzbach, Altes Kino. Kein Thema für das große Au Fest auch am Samstag in der Au Rödelheim. Das letzte besetzte Haus Frankfurts feiert mit vielen Bands.

Wann ist der Mensch ein Mensch? Das fragt der Lyrische prosaische Sänger Grönemeyer heute auf dem Anti-G8 Konzert.

Vieleicht beim Vollmond, oder heute Abend bei Sonnenuntergang.

Be Poet

Ach, wäre doch ein Dichter hier!

Poetische Höhepunkte Juni 2007

Mittsommernacht am 21.6.o7

Auftritt der Glühwürmchen die eigentlich Leuchtkäfer sind, in ca. 14 Tagen.

Der jetzige abnehmende Vollmond und der nächste Vollmond am 28.6.07!

Ach, wäre doch ein Dichter hier

Till hatte lange gesucht um diesen romantischen Ort am Rande des Parks zu finden. Juni, hohes Gras, Vollmond und Julia.

Julia im Juni, Rotwein vom Rewe, Käse aus der Kühltheke und Vollmond am Himmel. Julia nahm noch einen großen Schluck Wein, kratze an ihrem Mückenstich und drückte sich fest an Till.

„Schau!“ sagte sie, „Wie schön, ein Glühwürmchen. Ach, wäre doch ein Dichter hier.“ Till streichelte ihren Po, es war ein Moment, der keine Worte brauchte.

Doch plötzlich raschelte das Gras und ein etwas ungepflegter Mann erschien: “Hier bin Ich!“

Till sprang auf und rief: „Hau ab du alter Penner!“

„Aber ich bin doch der Dichter, den ihr euch unbedingt hergewünscht habt. Meint ihr ich stampfe hier freiwillig durch die Brennnesseln.“

„Ich dichte dir gleich was. Hau ab!“ rief Till. Doch Julia flüsterte: „Vielleicht ist er wirklich ein Dichter, wir haben uns doch einen gewünscht. Komm lass ihn doch was dichten, dann sehen wir das ja.“ Till nickte mürrisch.

„Immer das selbe“, sprach, der Dichter. „Erst werde ich gerufen, und dann beschimpft. Jetzt muss ich mich erst mal setzten, und Nachdenken. Kann ich etwas Rotwein haben, und eine Zigarette? Ich nehme mir mal von dem Käse, und wenn ihr noch etwas Autan Spray hättet, wäre es nett. Ich mache es auch kurz, keine Lyrische Prosa und so, aber etwas Konzentration brauche ich schon.“

Fortsetzung folgt!!!! Be Poet.

Wunderliche Auftrittsorte (1)

Über Pfingsten waren wir sozusagen auf Betriebsausflug, der Herr Bloeck, Frau Lichtblau und ich besuchten Dieter auf seiner alten Sägemühle, der Illingmühle im Erzgebirge. Pfingstmontag ist jedes Jahr der bundesweite Mühlentag, dann können historische Mühlen besichtigt werden, so auch Dieters Sägewerk. Tags davor gibt es bei ihm immer ein kleines Festival mit anschließender Session – natürlich in der Mühle, die dann mit feinster Veranstaltungstechnik zur Bühne aufgebrezelt wird.

Ein wenig schmal ist sie aber schon, die Bühne, denn vor der Mühle verläuft eine Art Wasserkasten, der das Wasser für das darunterliegende Mühlrad führt. Dadurch sind die Platzverhältnisse auf der Bühne sehr eng, weshalb die Mikroständer auch im fließenden Wasser stehen, da gilt es halt sparen.

Bühne mit Mühlbach

Lässt sich natürlich auch nicht vermeiden, dass ab und an ein Musiker den Wassergraben für eine Showeinlage nutzt und darin rumrennt oder dem einen oder anderen ein Mikro oder ein Instrument reinfällt und während der nachfolgenden Session konnte man sich gut das Bier darin kühlen.

Uns und den anderen Musikern – zwei Rockbands, ein Liedermacher – machte es sehr viel Spaß, dort zu spielen. Auch das Publikum, es waren immerhin um die 60 Leute in der Mühle, war einfach nur wunderbar. Ich weiß gar nicht, wer da wem mehr die Bälle zugespielt hat, die Musiker und Musikerinnen dem Publikum oder anders rum. Auch der Sound und die Beleuchtung in der Mühle war einfach Klasse, einen soliden Mixerman gabe es auch es machte rundherum einfach nur Spaß, dort zu spielen. Sowas wünschte ich mir öfter mal!

Wackelbild

1 Jahr Kulturnetz Frankfurt

Weil wir ja beide zu den Gründungsmitgliedern des Kulturnetz Frankfurts gehören, freuen wir uns, dass wir in der Woche nach Pfingsten unser erstes Kulturnetz-Fest feiern und noch dazu im „Bett“ in Sachsenhausen. Ein schön buntes Programm ist auch zusammengekommen, aber lest selber:

1 Jahr Kulturnetz Frankfurt – “Wer A sagt, muss auch B sagen – Poesie, Musik, Film & Kunst”

Do., 31. Mai, 20 Uhr
Das Bett
Klappergasse 16
60594 Frankfurt
Tel. 069/60629873
www.bett-club.de


Musik & Performance:
Mr. Ebu, Oriental Jam, Bloeck[&]Bass, Dirk Hülstrunk, DJ Minus Man

Poesie:
Doris Gruber, Heike Reich, Joachim Durrang, Selma Ceylan, Bernhard Bauser

Kurzfilme:
Bernhard Bauser

Bildende Kunst/Visual Art:
Kunsttraum-Eigenart, Ahmet Sinci, Karin Jung

Moderation:
Doris Gruber, Dirk Hülstrunk


Als kulturelles Netzwerk bietet der gemeinnützige Kulturnetz Frankfurt e.V. seit einem Jahr AutorInnen, DichterInnen, FilmemacherInnen, bildenden KünstlerInnen und MusikerInnen gleichermassen eine Plattform. Darüber hinaus vermittelt der Verein Bildungsangebote wie Schreibworkshops oder soziale und interkulturelle Projekte.

Kulturnetz Frankfurt fördert den “poetry slam! frankfurt” und “U20-Slam”, die offene Bühne “Salon Franco”, die “Lesebühne Bett”, kulturelle Stadtführungen, das integrative Kunstprojekt „Kunsttraum Eigenart“ sowie “Knallfabet – die Sendung für Sprache Kunst und Kitsch” auf Radio X.

Zum einjährigen Geburtstag stellen sich die Kulturnetz Projekte im Rahmen eines kleinen Festivals für Poesie, Musik & Bildende Kunst vor. Kurzlesungen mit Heike Reich, Joachim Durrang, Bernhard Bauser, Doris Gruber, Selma Ceylan, soundpoetische Performance von Dirk Hülstrunk, ein filmisches Kurzportrait des Jazz Poetry Slam Frankfurt, Bilder von Ahmet Sinci, Karin Jung und des integrativen Kunstprojektes „Kunst-Traum Eigenart“, Trash Poetry & Sounds mit Bloeck[&]Bass, Live Musik von Mister Ebu und Oriental Jam und Platten von DJ Minus Man runden den Abend ab