Poesie ist überall

Januarmond
grau wie Himmelstauben
die Meisen singen.

Haiku zur Ausstellung von Naschu, Galerie Hübner, Grüneburgweg.

Freitag 25. Jänner:
Haus und Ausstellungseröffnung der Basis 2 in der Gutleutstr. Höhe Theatertunnel.

Ich wünsche: Neue Energie, gute Knie und etwas Poesie.

Dienstag 29. Jänner ein Monat lang:
Tourismus- Ausstellung Schirn Frankfurt.

Im Kunstwerk von Lee Ming Wei verbirgt sich auch der B-Poet mit der poetischen Stadtteilführung Rödelheim. Der Rödelheim-Guide mit Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen ist jetzt auch erhältlich.

Galerie Wildwechsel Rotlintstr. ab 2.Februar

Ausstellung mit Ruth Luxenhofer. Der Vogel hat Platz genommen.
Betrachtungen zur Kunst von Ruth Luxenhofer.

Von Michael Bloeck 12/06

Normalerweise wäre ich ja weiter gegangen. All die Termine, Gedanken, Besorgungen, Verpflichtungen, die angeblich existenzsichernden Dinge geben den Schritt vor. Selbst das Sitzen, folgt nur der Müdigkeit.

Doch heute sehe ich ihn.

Er hat sich nicht aufgedrängt. Er hat sich nicht aufgedrängt mit allzu bunten Gefieder und grellen Farben. Sein Lied ist leiser als die vorbeifahrenden Autos. Dabei ist er groß.

Der Vogel ist groß. Wäre er eine Taube, dann aber keine, die Angst vor Falken hätte.
Er braucht sie nicht, er braucht sie nicht, die Farben jugendlicher Trainingsanzüge.

Sein weniges Rot reicht ihm.

Er dreht auch keine Runden. Er dreht auch keine Runden, um sich mit Getöse auf die Beute zu stürzen.
Er hat schon gegessen und er weiß, woher er sein Futter bekommt.

Der Vogel hat Platz genommen.

Er braucht nicht fliegen um frei zu sein, aber er kann es. Seine Flügel sind weit und stark.
Er braucht auch nicht andauernd pfeifen, wer was von ihm will, der kommt schon.

Es ist ihm egal zu welcher Rasse er gehört. Er hat seine eigene Art.
Er sitzt auf einen Baum.
Er sitzt auf einem Baum, hinter einem weißen Traum.

Die dunklen Träume kenne ich, es sind die hellen, die rätselhaft bleiben.

Die unklaren Lienen, sind vertraut, doch die weite Fläche macht Angst. Da kann ich mir, meinen Weg aussuchen, aber es gibt keine Hindernisse, die mich leiten. Ein erschreckender Gedanke, es muss wie Fliegen sein.

Der Vogel hat Platz genommen, er weiß, wo er landen kann.

Mein Körper schwankt. Die beleuchteten Fenster im Hintergrund blinken.
Jeder ist anders, wie sie selber.

Der Vogel wendet sich den anderen Vögeln zu. Es sitzen einige dort auf dem Baum. Ich sehe sie erst jetzt.

Ich muss weiter gehen, aber ich habe Ruth Luxenhofer getroffen.

„Es ist schön,“ sage ich zur ihr.
„Es ist schön, wenn man sich den Baum aussuchen kann auf dem man landet.“

Andere Leseveranstaltungen

Ein paar Tipps für andere Lesungen. Interessant erschien mir die Veranstaltung beim hessischen Literaturforum im Mousonturm Ffm. www.hlfm.de

 

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V., Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, www.hlfm.de, Tel. 069 – 24 44 99 40, info@hlfm.de
 
  INHALT

   
  Do, 25. Oktober, 20 Uhr: Schule der Arbeitslosen. Joachim Zelter liest
Di, 30. Oktober, 20 Uhr: Gefährliche Verliebtheiten. Lesung mit Antanas Jonynas
   

 
  Do, 25. Oktober, 20 Uhr: Schule der Arbeitslosen. Joachim Zelter liest„Deutschland bewegt sich“ – eine Gruppe von Arbeitslosen auf der Fahrt in ein Fortbildungszentrum. Das Ziel: Selbst Trainer für Arbeitslosenfortbildungen zu werden. Deutschland auf dem Weg in eine Arbeitslosenverwaltungsarbeitsgesellschaft.Joachim Zelters gefeierter Roman „Schule der Arbeitslosen“, der im Frühjahr 2006 bei Klöpfer & Meyer erschien und gleich auf der SWR-Bestenliste landete, hat auch 2007 – im Jahr des beschworenen Aufschwungs, des fortschreitenden Frisierens von Statistiken und Sprache – nichts an Brisanz und Komik verloren.Joachim Zelter, 1962 in Freiburg geboren, studierte und lehrte englische Literatur in Tübingen und Yale. Seit 1997 arbeitet er als freier Schriftsteller. U.a. erhielt er den Thaddäus-Troll-Preis und das Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg 2005. Zuletzt publizierte er die Romane „Die Lieb-Haberin“ 2002 und „Das Gesicht“ 2003, 2004 erschien sein Erzählungsband „Betrachtungen eines Krankenhausgängers“.In Kooperation mit dem Haus St. Martin am Autoberg in Hattersheim, wo Joachim Zelter am 26. Oktober liest.

5,- / 2,50

Di, 30. Oktober, 20 Uhr: Gefährliche Verliebtheiten. Lesung mit Antanas Jonynas

Der litauische Lyriker Antanas A. Jonynas ist in diesem Herbst Stipendiat des Landes Hessen. Aber Jonynas ist auch Übersetzer, und als solcher überträgt er deutsche Lyrik ins Litauische: Goethe und Rilke, Schwitters und Bobrowski, und natürlich auch Zeitgenossen, zum Beispiel Werner Söllner. So will Jonynas seinen Aufenthalt in Hessen auch dafür nutzen, deutsche Autoren, die er übersetzt, zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen. Anders herum wurden zahlreiche seiner eigenen Gedichte ins Deutsche übertragen.

 
 
   
   

  Ein Tip für Darmstädter
 
im Oktober, genauer 31.10.2007 findet wieder der Darmstädter Spät Lese Abend statt. Die Lesung findet wieder im Herrngarten-Cafe, Darmstadt, Herrngarten statt. Der Eintritt ist frei, der Beginn 20 Uhr.Frau Hildegard Halpaap wird gemeinsam mit ihrer Tochter Karla aus ihrem Buch Briefe Liebender im Zeichen der Zeit lesen.Der vielseitige Autor: Holger Kuhn stellt seine erste Liebesgeschichte vor.Helmut Rittirsch liest aus seinem neuen Buch Die Seele Gottes vor. Helmut Rittirsch gehörte lange Zeit einer streng gläubigen Gemeinschaft an. Seine Thesen sind heftig diskutiert, z. B. www.firmenpresse.de Der Autor Helmut Rittirsch spricht in seinem Buch ganz offen und frei darüber, warum er der Kirche (als ehemaliger Pastor) den Rücken gekehrt hat. Dabei geht es ihm nicht um Kirchenkritik. Was tatsächlich kritisiert wird, sind die (Fehl-)haltungen von Menschen, welche ihren eigenen Gefühlen nicht mehr trauen und ihre einmal gewonnenen Standpunkte am liebsten verewigen würden. Aber eine „Wahrheit“, die der Mensch nicht (mehr) fühlen kann, ist gar keine Wahrheit; sie ist aus der Sicht Rittirsch´s lediglich ein erdachtes Konzept, nichts weiter. Wenn die Kirche (oder auch eine andere Menschengruppe) von >>unumstößlichen Wahrheiten<< spricht, so ist dabei schon immer der dahinter liegende Versuch zu erkennen gewesen, sich zwanghaft gegen Einsprüche von außen abzusichern. Doch eine Wahrheit, die von „Innen“ her gestütz wird, muss sich gar nicht
absichern. Alles wirklich „Wahre“ ist von Grund auf dialogisch, ungezwungen und offen. Es hat Kraft und überzeugt durch seine ihm innewohnende Stärke, eine Stärke, die für die Menschen spürbar ist. Schon Jesus wusste das zu sagen: „Die Wahrheit wird euch frei machen“. Doch wer, so fragt der Autor, könnte dies aus ganzem Herzen von sich behaupten….?
Die Autoren stehen danach gerne für Fragen und Autogramme zur Verfügung.

Vielen Dank für die Berücksichtigung bei der Veröffentlichung.
Mit freundlichen Grüßen
Erik Schreiber


 
 
   
   

   
  Der nächste Frankfurter Poetryslam findet wieder mit der legendären Jazzband aus Gießen statt. Gast ist ACG Vianen aus NL alles am 9.11. 20.30 www.slamffm.deHier noch ein Foto vom letzten Slam :michaslam07101.jpg
   
   

WortundKlangBild

dirkelffriede

dirkelffriede

Ein kleiner Einblick in die letzte WuKBS
Dirk Hülstrunk und Elffriede beim Soundrawing.

Thema: Fiktive Welten
mit: B-Poet, Dirk Hülstrunk
Gast: Gabi Schaffner (Berlin)

Ein gleichermassen phantastisches wie interdisziplinäres Projekt präsentiert die Berliner Autorin, Fotografin und Audiokünstlerin Gabi Schaffner mit ihren „Finnischen Schneemusiken“.
Gute 3 Jahre hat es gebraucht bis die Schneemusikagentin Gabi Schaffner und die Musikanthropologin Sisukas Poronainen das Material für die finnischen Schneemusiken beisammen hatten.

„Finnish Snow-walks and Dances“ ist eine Zusammenstellung von ethnografischen Texten, Liedern, Samples und Soundscapes. Es ist eine kollaborative Produktion, an der verschiedene deutsche und finnische Künstler mitgewirkt haben. Gabi Schaffners Vortrag führt anhand von Musikbeispielen die Zuhörer in das poetische und musikalische Universum des Schnees.

„Finnish Snow-walks and Dances“ ist als Langspielplatte und CD mit umfangreichen Beiheift erschienen auf gruenrekorder.

Weitere Texte, Klänge und Musiken sind vom B-Poeten und Dirk Hülstrunk zu hören.

Links:

Gabi Schaffner: www.schaffnerin.net
gruenrekorder: www.gruenrekorder.de
B-Poet: www.bepoet.de
Dirk Hülstrunk: www.soundslikepoetry.de
Kulturnetz Frankfurt e.V.: www.kulturnetz-frankfurt.de

Nächste Wortundklangbildstelle:
Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, Thema: Wort Raum Stadt
in der basis frankfurt

Buchmesse und mehr

Die Frankfurter Buchmesse hat begonnen, und mit ihr viele Veranstaltungen, die gleichzeitig laufen.

Morgen Do ab 20.00 in der Basis Elbestr. 10 kämpfen Elfriede, D. Hülstrunk, Deboraha Bernhard und ich mit Beamer, Zeichnungen, Liveklängen, Sprache und Plattenspieler um das Publikum.

Währenddessen verspricht die Batschkapp Halbnackte Bauarbeiter, die dort nur in Ausnahmefällen zu sehen sind. Die Lesereihe dort endet am Sonntag mit Stuckrad-Barre, der schon lange nicht auf Slams war, und dort auch keinen Blumentopf mehr gewinnen wird.

Am Freitag findet der legendäre Buchmessenslam statt, bei dem sich viele Slamer aus ganz Deutschland und USA sehen lassen. 21.00 FH Niebelungenplatz.

Politisch geht es bei der Gegenbuchmasse im Exzess, Leipzigerstr. zu.

Mehrere Tage Literatur aus dem autonomen Umfeld.

Kulinarisch elitär, beim Sehen und Gesehen werden, ist die Freitagsküche bis Sonntag im Atelier Frankfurt, Hohenstaufenstr.! Alles Abends. Gelesen wird dort auch nebenher.

Im Literaturhaus ist alles katalanisch.

Die erste Frankfurter Lesebühne in der Fichardstr., ab 21.00, bringt am Samstag ein wenig Berliner Lesebühnengefühl in die Stadt.

Und wer am Wochenende bei den Publikumstagen der Messe noch nichts gefunden hat, kann immer noch „Hybrid und lieb“, Poesie, bei mir bestellen.

Neuerscheinung :: Hybrid und lieb

Der neue Gedichtband von Michael Bloeck mit Zeichnungen von Kerstin Lichtblau ist jetzt für 9,80 Euro per Mail, auch hier oder im Buchhandel erhältlich.

Hybride:

  • Subjekte einer Doppelstruktur, die widersprüchliche Elemente vereinigt.
  • Neuer kulturwissenschaftlicher Leitbegriff.
  • Bastard, aus Kreuzungen hervorgegangenes pflanzliches- oder tierisches Individuum, dessen Eltern sich im mehreren erblichen Merkmalen unterscheiden.
  • Quantenmechanischer Vorgang, bei dem sich die Orbitale der beteiligten Axiome zu neuen, durch ihre besondere räumliche Ausrichtung für die Bindungen im Molekül günstigeren Orbitalen umordnen.
  • Neue Automobilform.

Hybrid und Lieb

Michael Bloeck: Hybrid und Lieb. Frankfurt am Main, 2007
Zusammengestellte Reim- und Poesieformen, Hybridgedichte, multipoetische Lyrik.
Gedichtband mit Zeichnungen von Kerstin Lichtblau
80 Seiten, ISBN 978-3-9811683-0-3, Preis: 9,80 €

Sudoku und dosiertes Leben

Es gibt kaum eine S-Bahn ohne Zahlenreihenfüllende Sudokuenträtselnde. Im nächsten Band der Zeitschrift: „Das dosierte Leben.“ erscheint die Premiere der von mir entwickelten Sudoku-Poesie. Es handelt sich um eine neue Form der mathematischen Poesie und DaDa. Für Sudokukennende die Kurzfassung : Ersetze die Zahlen1-9, durch je ein Wort, löse das Rätsel und schon entsteht ein Langgedicht oder neun Kurzgedichte a drei Zeilen mit drei Worten. Oder noch besser, bestellt einen Band des dosierten Lebens unter www.das-dosierte-leben.de .

Jochen König gibt seit einigen Jahren diese Zeitschrift heraus, die sich humorvoll mit DaDa , Kunst und anderen Formen beschäftigt. Das hat auch schon die Süddeutsche Zeitung veranlasst, einen größen Artikel darüber zu schreiben. Für Musikliebhaber sind auch die frühen Cd s von ihm interessant. Punk und DaDa in bester „Die lebende Dosis“ Manie.

Ein besonderes Höhepunkt, sind auch die neuen Zeichnungen von www.Kerstin-Lichtblau.de auch im dosierten Leben. Live sind ihre Werke noch im Heimspiel, Wittelsbacher Ecke Habsburger Allee, Ffm, oder im Portikus, Maininsel Ffm. bei der Sammlung Rausch, dem Hausmeisterehepaar der hiesigen Kunsthochschule, zu sehen.

Geburtstag.

Zum Geburtstag von F.

Wir wollen dir!

Wir wollen dir all deine Wünsche einpacken,
Dichten, Singen und herzförmig kacken.
Wir wollen dich verführen, beißen den Nacken,
und dir verzeihen alle Fehler, deine Macken.
Wir wünschen dir nur das Beste.
Morgen, heute und gestern
zu deinem Geburtstagsfeste!

Bepoet

 

An einen alten Mann im Spiegel

Du bist ein krummer dummer Hund!
Und hast es doch so gut gehabt,
bist gar nicht reich und bist gesund,
auch größtenteils nicht unbegabt.
Du altes Schwein im Trüffelbeet,
weißt du auch stets, wie gut’s dir geht?
Du, spring nicht über Schranken,
die höher, als du selber bist, sind.
Vergiss nie, täglich wie ein Kind
für alles tief zu danken.

Joachim Ringelnatz

Battle of Arts

Morgen den 15.6. ab 20.00 findet beim Theater Landungsbrücke, Gutleutstr.294, Milchsackgelände der

„Battle of Arts“ statt.

Es handelt sich um das Abschlußprojekt der angehenden Veranstaltungskaufleute an der Stauffenbergschule.Es gibt Garffitisprayer, Rockbands ( Banjoory!Rockomotive!Wortgewandt!) und Poetryslammer. Außer Tilman Döring und Max Neumann, tritt auch der Be Poet auf.Trotz Sponsoren beträgt der Eintritt leider noch 8,- Euro. Kostenlos ist hingegen der Besuch der Austellung „Beyond“ in der Basis, Elbestr. 10. Zwischen 15.00 und 18.00 kann man mit dem Schreiber dieser Worte, morgen über Kunst und Visuelle Poesie reden.Bepoet und die Poesie macht auch nicht Halt, vor der bildenden Kunst.Mein Komentar zur Austellung von Maurizio Catallan im MMK, Brauchbachstraße, ist folgender: Ein Pferd, dass mit dem Kopf durch die Wand will, ist ein Esel.

Trichter

Christan Morgenstern 1897

DERTRICHTER

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.

Durch ihres Rumpfs verengten Schacht

fließt weißes Mondlicht

still und heiter

auf ihren

Waldweg

u. s.

w.

Der herbeigerufene Dichter saß auf der Decke im Park und dachte nach. Es war doch etwas zu konkret satt eines Gedichtes: „Vollmond am 28.6.“ zu schreiben. Naturphänomene, Astronomie,Geografie sind verbreitete Themen der Posie. Maik Lipperts neuer Gedichtband heißt :

im rauchglas des himmels überm gewerbegebiet

www.edition-thaleia.de

Der Verlag: Das fröhliche Wohnzimmer www.dfw.at beschäftigt sich mit experimentellen und allzu alltäglichen. Das Buch: Ein kleiner Schnitt. Unser Krebsjahr von Ilse Kilic und Fritz Widhalm befasst sich in einer besonderen Form mit einer Brustamputation, Bestrahlung etc.! Kein Thema für den großen Poetry-Slam am Sa den 9.6. auf dem Hessentag in Butzbach, Altes Kino. Kein Thema für das große Au Fest auch am Samstag in der Au Rödelheim. Das letzte besetzte Haus Frankfurts feiert mit vielen Bands.

Wann ist der Mensch ein Mensch? Das fragt der Lyrische prosaische Sänger Grönemeyer heute auf dem Anti-G8 Konzert.

Vieleicht beim Vollmond, oder heute Abend bei Sonnenuntergang.

Be Poet

Ach, wäre doch ein Dichter hier!

Poetische Höhepunkte Juni 2007

Mittsommernacht am 21.6.o7

Auftritt der Glühwürmchen die eigentlich Leuchtkäfer sind, in ca. 14 Tagen.

Der jetzige abnehmende Vollmond und der nächste Vollmond am 28.6.07!

Ach, wäre doch ein Dichter hier

Till hatte lange gesucht um diesen romantischen Ort am Rande des Parks zu finden. Juni, hohes Gras, Vollmond und Julia.

Julia im Juni, Rotwein vom Rewe, Käse aus der Kühltheke und Vollmond am Himmel. Julia nahm noch einen großen Schluck Wein, kratze an ihrem Mückenstich und drückte sich fest an Till.

„Schau!“ sagte sie, „Wie schön, ein Glühwürmchen. Ach, wäre doch ein Dichter hier.“ Till streichelte ihren Po, es war ein Moment, der keine Worte brauchte.

Doch plötzlich raschelte das Gras und ein etwas ungepflegter Mann erschien: “Hier bin Ich!“

Till sprang auf und rief: „Hau ab du alter Penner!“

„Aber ich bin doch der Dichter, den ihr euch unbedingt hergewünscht habt. Meint ihr ich stampfe hier freiwillig durch die Brennnesseln.“

„Ich dichte dir gleich was. Hau ab!“ rief Till. Doch Julia flüsterte: „Vielleicht ist er wirklich ein Dichter, wir haben uns doch einen gewünscht. Komm lass ihn doch was dichten, dann sehen wir das ja.“ Till nickte mürrisch.

„Immer das selbe“, sprach, der Dichter. „Erst werde ich gerufen, und dann beschimpft. Jetzt muss ich mich erst mal setzten, und Nachdenken. Kann ich etwas Rotwein haben, und eine Zigarette? Ich nehme mir mal von dem Käse, und wenn ihr noch etwas Autan Spray hättet, wäre es nett. Ich mache es auch kurz, keine Lyrische Prosa und so, aber etwas Konzentration brauche ich schon.“

Fortsetzung folgt!!!! Be Poet.