Nebel

Die Verscheuchte

von Else Lasker- Schüler

Es ist der Tag in Nebel völlig eingehüllt,

Entseelt begegnen alle Welten sich –

Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

….. das ist nur die erste Strophe des eines Gedichtes über Liebeskummer. Den habe ich nicht deshalb endet das hier. Aber es geht um den Nebel.

Deutschland ein Wintermärchen es ist immer noch Heine Jahr.

Deutschland ein Sommermärchen – Fussball im Film.

Rödelheim ein Nebelmärchen

heißt der Spaziergang mit Lesung durch den Brentanopark am 2. Dezember. Ich suche den Nebel in der Poesie.

Hinter Bäumen berg`ich mich auch von Else Lasker- Schüler

Hinter Bäumen berg ich mich –

Bis meine Augen

Ausgeregnet haben.

Und halte sie tief verschlossen,

Daß niemand dein Bild schaut.

ich schlang meine Arme um dich

Wie Gerank

Ìch schenkte dir Levkoje

Meines Leibes,

Alle meine Schmetterlinge scheuchte ich

in deinen garten.

Immer ging ich durch Granaten,

Sah durch mein Blut

Die Welt überall brennen

Vor Liebe

Schlage mit der Stirn nun

Meine Tempelwände düster.

Du falscher Gaukler,

du spanntest ein loses Seil.

Wie kalt nun alle Grüße sind.

Mein Herz liegt bloß,

Mein Fahrzeug

Pocht grausig;

Bin immer auf See

O, fühl, ich lande nie.

Novemberpark Be poet

Die Schmetterlinge sind schon in den Süden geflogen oder gestorben.

Ich weiß nicht wo die Eier schlafen und wann sie zur Raupe werden.

Doch wenn die Verpupten schlüpfen, scheuch ich sie auch in deinen Garten.

Im Sommer, nächstes Jahr. Vorher blühen die Kakteen und die Kolibris warten.

Verzeiht den Bäumen das sie nicht so breit werden um sich zu verbergen. I

Im Winter kommt der Fäller.

Doch das rote Auto hat neue Bremsen und Winterreifen.

Die Reise geht weiter.

Die Tempelwände werden bald gestrichen, es ist ja November.

Warum sind die Altare nur so schwer.

Noch hängen Blätter. Roter Strahl für wenige Momente.

Sonnenblick vor schwarzen Wolken.

Noch sind die Pfützen viel zu klein für meine Jacke.

Doch gestern roch es nach mehr und Algen.

Es waren keine faulen Blätter.

Es war der Wind vom Meer und mehr……….

Oskar Pastior

Gedankenheim und Bettenfedern

Scheinsonne, blauhimmel,

das gestern von Morgen.

Floetenquer Barock rockbar.

hier bei dem Schirmbild

Fliegen Fliegen

Dankenge viel so

Dankenge an all die

Menschen lieben.

POETBE

Ein Tagesschoen an lesende all. Sowie zur Erinnereung des kuerzlich verstorbenen Dichter Oskar Pastior.

Reiseliteratur

Es gibt wohl kaum Autoren die nicht Literatur auf Reisen oder an anderen Orten geschrieben haben. Ingeborg Bachmann hat mehr in Rom geschrieben, als in Klagenfurt.

Die Linzer Literaten (lieben Linzertorte)und Kuenstler haben ihre Literatisch kuenstlerische Veranstaltung Geisterstadt hier in Ceksky Krumlov mit viel Fuehrungen, Polka und Jazz beendet. Der Literat ihrer Stunde war Kubin / Die andere Seite.

Vatclav Havel war zwangsweise Brauereihelfer und schrieb neben Theaterstuecken Visuelle Poesie.

Hier etwas von mir zu diesem Thema /

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– – TAKTAK

Back

Die Wege der neuen Backpacker nehmen andere Wege. Ein Netz von Hostels mit Kleinbusverbindeungen ziehen sich von Berlin nach Prag und C. Krummlov. Von dort weiter ueber Linz nach Ost und West. In C.Krumlov trat die Band Miou Miou im Hostel auf. Die tschechische Saengerin sang franzoesisch und der Bassist und seine Freundin gehen nach Muenchen zum studieren, ein Abschiedsabend. Die Australier neben uns bleiben noch. Dann reisen sie nach Belin und fliegen von Frankfurt zurueck. Meine Route waere von Linz nach Wien, Budapest, Bukarest, ja unbedingt Bukarest und dann ueber Sophia nach Istanbul auf eine der Dachterassen ueber dem Bosporus. Ein Paar Tage mit dem Schiff nach Mamara und zurueck mit dem Bus Istanbul/Frankfurt zum Hauptbahnhof. Dann sitze ich mal wieder in dem kleinen Raum mit Giebeldaechern vor dem Fenster. Inoxkapell kommt und geht nach Wiesbaden und Berlin, die anderen reisen von Berlin und Prag nach C. Krummlov dann ueber Linz weiter nach Wien ……………… bis sie irgentwo auf der Welt zu Hause sind.

AHOI!

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Wege

Es ist ein neues Gefuehl im Internetcafe zu schreiben. Besonders in einem Land das mehr Zeichen und Laute hat als zu Hause. Ausserdem ist die Anordnung eine andere. Beispiel zur Lautdichtung : [ ] Es geschieht natuerlich nichts, da ich es nicht schaffe die schoensten Zeichen zu oeffnen. Aber wie bemerkt gibt es kein oe und kein ue und kein ae, dafuer schreibe ich ue, oe, ue!

Die Blaetter im Boehmerwald werden rot und gelb, aber eine gewisse Waerme erlaubt das Trinken des Cafe/s draussen.

Das Internetcafe befindet sich im Schlosstrakt, am ersten Hof, vor dem Graben mit den Baeren, die den ganzen Tag Aepfel und Moerhren essen.

Ab morgen bin ich in einer Geisterstadt. Linzer Literaten (welch Wort/Linzer Literaten lieben Linzertorte!) ja, Linzer Literaten und Kuenstler machen einen Ausflug zu ihren tschechischen Kollegen.

Kubin und die Auswirkungen des Massentorismum. Heisst das Thema. Kubin, einer der ersten fantastischen Maler und Literaten (Buch/Die andere Seite) hat um die Jahrhundertwende hier viel geschrieben. Egon Schiele hat man wieder vertrieben, weil er nakte junge Maedchen gemalt hatte, aber ich darf bleiben.

Geisterstadt die Geisterbend sieht ueber den Marktplatz macht in einer Muehle, Musik samt Lesungen und Performance. Das Ganze endet um 7.26 morgens zur Sonnenaufgangslesung auf der Schlossterasse, ein Format das sicher auch fuer Frankfurt geeignet ist. Gefolgt von Fuehrungen, die auch meinen Schreibraum einbeziehen, endet alles am Bahnhof bei Musik und Rueckfahrt.

Wenn ich schon bei Fantastik bin, puenktlich um 22.00 fahren die Kraene der Flutlichtanlagen und Scheinwerfer aus den alten Gassen hinauf. Elektrische Lagerfeuer gluehen am Schloss und die Dreharbeiten fuer Kastell 2 oder so beginnen.

Das ist nicht natuerlich. Wie die Chinesen mit den mittelalterlichen Kostuemen.

Es ist fantastisch hier. Noerdlich vin Linz suedlich von Budweis und oestlich von Passau mit der zweitgroessten Burg diese Landes.

Neue Wege,

neue Orte,

und immer die selben Zeichen.

Be Poet Na Sledano

Lesebühnen

Es war ein netter Abend in der 1. Frankfurter Lesebühne. Das Sixty4 war voll, es gab Freibier und ich konnte auch mal etwas Prosa lesen. Es gab sogar , wie sich das für eine Lesebühne gehört ein Sofa.

Was ist eine Lesebühne ?

Eine Leseveranstaltung die möglichst wöchentlich und möglichst in Berlin und möglichst mit einem Sofa, von möglichst zwei bis vier Personen veranstaltete und regelmäßig, also möglichst jede Woche stattfindende durch Eintritt finanzierte Leseshow.

Die selbst schreibenden und vorlesenden Veranstalter und Showmaster sind die Schamanen außerhalb des Suhrkampverlages und der Literaturhäuser. Sie predigen in schönster Gospelmanier und geben den Gästen Freude und Weisheit weiter.

Zum Beispiel tragen in Berlin, wo die meisten Lesebühnen vorhanden sind, die Surfpoeten ein Arbeitslosengebet vor. Ja, sie haben die Arbeitslosigkeit zur Religion erhoben. In der Chausee der Enthusiasten sind die schönsten Literaten Berlins zu sehen, ich rate niemanden den weniger schönen in die Augen zu sehen. Außer sommerlicher Lesedünen kommen alle Formate vor. erst letzlich war im Dunckerclub ( Da gehe ich immer tanzen, wenn ich in Berlin bin.) ein Dark Poetry Special. Liedtexte entsprechender Bands wurden vorgetragen. Gelegentlich tauchen auch lesende Frauen und andere lesende Gäste auf den Lesebühnen auf, die viel besser sind als die Veranstalter. Slampoeten werden auch nicht so gerne gesehen, die sind zu lustig und beschädigen das Image der entsprechenden Kirche, es kann ja nicht jeder Papst sein,was diese veranlasst eine eigene Lesebühne zu eröffnen.

Berlin eignet sich besonders für Lesebühnen. Es gibt genügend große Kneipen mit Nebenräumen und jeder Wirt ist froh über Publikum, das dort reichlich Zeit hat, weil es entweder studiert oder Hartz 4 Geld hat und schon draußen Flaschenbier trinkt.

In Frankfurt ist das anders. Die Wirte wollen nicht das man viel oder überhaupt Eintritt nimmt, es könnten ja zu wenig kommen. Außerdem ist das Risiko zu groß Laufkundschaft zu verscheuchen und es gibt zuviel Menschen die hier arbeiten, Überstunden machen und körperlich und geistig dadurch erledigt sind und ihre wenigen freien und wachen Minuten dann doch in die Beziehung stecken.

Generell sind die meisten Poetry Slams und Lesebühnen außer in Berlin, im süddeutschen Raum etwas in NRW und weniger im Norden anzutreffen. Es scheint das in barocken und den gkörperlichen Genüßen mehr zugetane Gegenden, eher auf andere Literatur anzutreffen ist. In Österreich sind mehr skurillere und der bildenden Kunst zugewandten Veranstaltungen anzutreffen.

Infos Termine über www.mairisch.de das www.berliner-zimmer.de dort wird auch erklärt was ein Lesesalon ist wie z.B. Salon Franco am Sa den 30.9. 21.00.

Trotz der Freude beim zuhören gelesener Texte gilt mein Lob den Freestylern und freien Erzählern ohne Texten. Dessen Bundesverband sitzt in Nürnberg und die reden eher als zu schreiben. Wer mal einen guten Erzähler erotischer Märchen oder Geschichten aus 1001 Nacht erlebt hat wird mir zustimmen.

Doch wie immer ist die größte Bühne das Leben und jeden Morgen geht ein neuer Vorhang auf.

Applaus!!!!!!!!!! Be Poet !

Slamen und Schlemmen

Ich halte das Magazin von www.exfor.org in meinen Händen. Thema Essen.

Außer solchen Sätzen wie: Wer kocht kann auch versalzen und vielen Bildern von Erdbeerständen verrate ich darin mein Bulgursalatrezept.

Die Gammelfleischskandale ließen mich heute die Frage an die Fleischereifachverkäuferin stellen, ob der Leberkäse frisch sei und nicht eingefroren. Sie meinte, der sei frisch und kommt direkt aus der Fabrik.

Nachher geht es zur Rödelheim Restaurant-Führung. Leider haben alle guten und bezahlbaren Gaststätten geschlossen. Im japanischen Restaurant ist jetzt sogar ein Friseur eingezogen. Aus Senso i Vita wurde eine Wohnung gemacht, wenigstens etwas erfreuliches und satt des Biegwaldinders wagt es ein Verwandter von Goethe günstige Schnitzel anzubieten.

Die Weinstube hat schon lange zu und alle sind gezwungen zur Alternative in den Keller beim Kapitän zu gehen. Der Wirt vom Schusterstübchen lebt nicht mehr, so die Gerüchteküche, und der neue Italiener am Eck ist ein Blender und die Volksküche ist nur am Donnerstag.

Billiger und Bier ist der Trend der Stadtteilküchen. Sicher, wer kann sich das Essen gehen noch leisten. Nichts oder alles. Der Ein-Sterne-Italiener hält sich. Wenn jeden Tag ein bis zwei Tische besetzt sind, reicht ihm das wohl, bei den Preisen, versteht sich.

Selber Kochen ist angesagt. Kochsendungen, Kochbücher gehen weg wie warme Semmel und am Fischgroßhandel bilden sich Freitags-Schlangen. Die bekommt man da zwar nicht, aber Aale.Wer noch preiswert und interesant essen will, sollte ins Bahnhofsviertel gehen die chinesischen Resaurants unter entsprechenden Hotels. Außer Darmschweinereien, bekommt man da Hühnchenbällchen mit Algen und Speckmantel, Maultaschen mit Huhn oder Rind mit Essig.

Fisch, Fisch, Fisch und kein Süß-Sauer für Einsteiger.

Wer slamt, sollte einen nicht zu vollen Magen haben, das ist wie beim Singen. Vorallen keinen ekligen in letzter Minute heruntergeschlungenen Knoblauchsossenkebap. Punktabzug. An Bieren sollte man sparen oder sie in vollen Mägen genießen.

Was mir immer fehlt ist ein guter Wein.

Es fließt der Bachustropfen mild

Lippen, Gaumen,Zunge, Magen.

Sag mir wo weitere Tropfen sind,

um das Leben zu ertragen.

Goehte zum Anfang

Erinnerung

Willst du immer weiter schweifen?

Sieh, das gute liegt so nah.

Lerne nur das Glück ergreifen,

denn das Glück ist immer da.

J.W.Goethe

Bei den Anfängen dieses Blogs muß der gute alte Johann Wolfgang herhalten. Es ist ja auch noch der 11. September und der Papst erzählt etwas von der Schwerhörigkeit Gott gegenüber. Mir fällt es schwer überhaupt jemand hörig zu sein, obwohl ich auch gerne mal zuhöre, aber dann doch lieber dem Goehte. Schade ist nur das er nicht erklärt hat, wie man es lernt das Glück zu ergreifen, aber das muss wohl jeder und jede für sich herausfinden. Jedenfalls …..hinter dem Bildschirm geht es weiter und heut scheint die Sonne. BEPOET

Frankfurt Istanbul

Der Löffel klappert vertraut im türkischen Tee. Süß. Ein vager Geruch von guten Lahmacun und frischen Fisch streicht herum. Meine Gedanken sind auf der Dachterrasse und blicken auf den Bosporus. Die Füße kleben auf dem harten Beton der Elbestraße. Das Herz ist bei dir.

Die letzen Kurzparker fahren zum „Ins grüne Wohnen“. Der Parkscheinautomat beendet seinen Dienst um siebzehn Uhr. Zeit für die Anwohner einen der wenigen Plätze zu besetzen. Das Abendgeschäft beginnt. Ich will ans Meer doch die letzte Fähre nach Marmara ist schon weg. Am Kai hängen die Luftballons für die Luftgewehre. Hinten grillt der Fisch und das hacken der Petersilie dringt ins Ohr. Oben nur Dächer mit steilen Giebeln und die Nächte von Istanbul nur in meinen Träumen. Die Schritte schleichen im Rhythmus und der Bass schlägt wie die Boote an der Kaimauer. Schreiend formt die Zunge Töne der Träume hinaus.

Freitag Elbestraße 10 Hinterhaus Ffm. Achtzehn Uhr.