Aerotone :: Netlabel

Schon vor einiger Zeit bin ich durch ein Interview bei Plow auf das Netlabel Aerotone gestoßen. Sehr schöne ruhige Klänge, eine Mischung zwischen akustischer und elektronischer Musik, sehr groovig und abwechslungsreich. Alle Releases stehen unter einer CC-Lizenz zum Download bereit.

Unbedingt mal reinhören, es lohnt sich, ein wirklich schön gemachtes Netlabel mit schöner Musik.

Sudoku und dosiertes Leben

Es gibt kaum eine S-Bahn ohne Zahlenreihenfüllende Sudokuenträtselnde. Im nächsten Band der Zeitschrift: „Das dosierte Leben.“ erscheint die Premiere der von mir entwickelten Sudoku-Poesie. Es handelt sich um eine neue Form der mathematischen Poesie und DaDa. Für Sudokukennende die Kurzfassung : Ersetze die Zahlen1-9, durch je ein Wort, löse das Rätsel und schon entsteht ein Langgedicht oder neun Kurzgedichte a drei Zeilen mit drei Worten. Oder noch besser, bestellt einen Band des dosierten Lebens unter www.das-dosierte-leben.de .

Jochen König gibt seit einigen Jahren diese Zeitschrift heraus, die sich humorvoll mit DaDa , Kunst und anderen Formen beschäftigt. Das hat auch schon die Süddeutsche Zeitung veranlasst, einen größen Artikel darüber zu schreiben. Für Musikliebhaber sind auch die frühen Cd s von ihm interessant. Punk und DaDa in bester „Die lebende Dosis“ Manie.

Ein besonderes Höhepunkt, sind auch die neuen Zeichnungen von www.Kerstin-Lichtblau.de auch im dosierten Leben. Live sind ihre Werke noch im Heimspiel, Wittelsbacher Ecke Habsburger Allee, Ffm, oder im Portikus, Maininsel Ffm. bei der Sammlung Rausch, dem Hausmeisterehepaar der hiesigen Kunsthochschule, zu sehen.

Geburtstag.

Zum Geburtstag von F.

Wir wollen dir!

Wir wollen dir all deine Wünsche einpacken,
Dichten, Singen und herzförmig kacken.
Wir wollen dich verführen, beißen den Nacken,
und dir verzeihen alle Fehler, deine Macken.
Wir wünschen dir nur das Beste.
Morgen, heute und gestern
zu deinem Geburtstagsfeste!

Bepoet

 

An einen alten Mann im Spiegel

Du bist ein krummer dummer Hund!
Und hast es doch so gut gehabt,
bist gar nicht reich und bist gesund,
auch größtenteils nicht unbegabt.
Du altes Schwein im Trüffelbeet,
weißt du auch stets, wie gut’s dir geht?
Du, spring nicht über Schranken,
die höher, als du selber bist, sind.
Vergiss nie, täglich wie ein Kind
für alles tief zu danken.

Joachim Ringelnatz

Trichter

Christan Morgenstern 1897

DERTRICHTER

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.

Durch ihres Rumpfs verengten Schacht

fließt weißes Mondlicht

still und heiter

auf ihren

Waldweg

u. s.

w.

Der herbeigerufene Dichter saß auf der Decke im Park und dachte nach. Es war doch etwas zu konkret satt eines Gedichtes: „Vollmond am 28.6.“ zu schreiben. Naturphänomene, Astronomie,Geografie sind verbreitete Themen der Posie. Maik Lipperts neuer Gedichtband heißt :

im rauchglas des himmels überm gewerbegebiet

www.edition-thaleia.de

Der Verlag: Das fröhliche Wohnzimmer www.dfw.at beschäftigt sich mit experimentellen und allzu alltäglichen. Das Buch: Ein kleiner Schnitt. Unser Krebsjahr von Ilse Kilic und Fritz Widhalm befasst sich in einer besonderen Form mit einer Brustamputation, Bestrahlung etc.! Kein Thema für den großen Poetry-Slam am Sa den 9.6. auf dem Hessentag in Butzbach, Altes Kino. Kein Thema für das große Au Fest auch am Samstag in der Au Rödelheim. Das letzte besetzte Haus Frankfurts feiert mit vielen Bands.

Wann ist der Mensch ein Mensch? Das fragt der Lyrische prosaische Sänger Grönemeyer heute auf dem Anti-G8 Konzert.

Vieleicht beim Vollmond, oder heute Abend bei Sonnenuntergang.

Be Poet

Ach, wäre doch ein Dichter hier!

Poetische Höhepunkte Juni 2007

Mittsommernacht am 21.6.o7

Auftritt der Glühwürmchen die eigentlich Leuchtkäfer sind, in ca. 14 Tagen.

Der jetzige abnehmende Vollmond und der nächste Vollmond am 28.6.07!

Ach, wäre doch ein Dichter hier

Till hatte lange gesucht um diesen romantischen Ort am Rande des Parks zu finden. Juni, hohes Gras, Vollmond und Julia.

Julia im Juni, Rotwein vom Rewe, Käse aus der Kühltheke und Vollmond am Himmel. Julia nahm noch einen großen Schluck Wein, kratze an ihrem Mückenstich und drückte sich fest an Till.

„Schau!“ sagte sie, „Wie schön, ein Glühwürmchen. Ach, wäre doch ein Dichter hier.“ Till streichelte ihren Po, es war ein Moment, der keine Worte brauchte.

Doch plötzlich raschelte das Gras und ein etwas ungepflegter Mann erschien: “Hier bin Ich!“

Till sprang auf und rief: „Hau ab du alter Penner!“

„Aber ich bin doch der Dichter, den ihr euch unbedingt hergewünscht habt. Meint ihr ich stampfe hier freiwillig durch die Brennnesseln.“

„Ich dichte dir gleich was. Hau ab!“ rief Till. Doch Julia flüsterte: „Vielleicht ist er wirklich ein Dichter, wir haben uns doch einen gewünscht. Komm lass ihn doch was dichten, dann sehen wir das ja.“ Till nickte mürrisch.

„Immer das selbe“, sprach, der Dichter. „Erst werde ich gerufen, und dann beschimpft. Jetzt muss ich mich erst mal setzten, und Nachdenken. Kann ich etwas Rotwein haben, und eine Zigarette? Ich nehme mir mal von dem Käse, und wenn ihr noch etwas Autan Spray hättet, wäre es nett. Ich mache es auch kurz, keine Lyrische Prosa und so, aber etwas Konzentration brauche ich schon.“

Fortsetzung folgt!!!! Be Poet.

MONDFINSTERNIS

Mondfinsternis
Vollmond Vollmond
Vollmon ollmond
Vollmo llmond
Vollm lmond
Voll mond
Vol ond
Vo nd
V d

V d
Vo nd
Vol ond
Voll mond
Vollm lmond
Vollmo llmond

Vollmon ollmond

Vollmond Vollmond

Der neue Kalender

In der Kunst geht es wie in der Liebe:

Je mehr man sich gibt,
desto mehr man empfängt.

Wirbt die verstorbene Paula Modersohn-Becker auf dem kostenlosen Boesner Kunstkalender. Das Urheberrecht dieser Worte ist abgelaufen und sind kostenlos verwendbar. Es ist erlaubt, fremde Kunst zu verändern und daraus neue Kunst zu machen. Kunst ist besonders geschützt.

Ein gutere Schriftsteller muß lügen können, sagen viele Ratgeber für angehende Literaten.

In meinem neuen Kalender stehen die nächsten Termine für den Salon Franco, immer der erste Samstag im Monat. Demnächst mit www.TilmanDoering.de.ki. Außerdem die kostenlosen Vorlesungen der Poetik-Dozentur in der Uni Ffm., Hörsaal 5 ab 18.00 am 16.+23.+30.1.+6.2.+13.2. mit Urs Widmer und dem Thema: Vom Leben, vom Tod und vom übrigen auch dies und das.

Dieser Freitag ist auch noch Poetry-Slam in der FH-Niebelungenplatz. Bald beginnt eine neue Lesereihe „Im Bett“, das ist in der Klappergasse und Älteren noch als Far Out Bagwandisco bekannt. Da spielen jetzt immer gute neue Bands.

Im Sommer ist mal wieder Dokumenta in Kassel. Ersmals wurde ein katalanischer Sternekoch eingeladen. Also einen Capmingplatz am Edersee vorbestellen oder ein teures Hotel.

Der Sinn eines Kalender ist es, der Demenz vorzubeugen, Geburtstage nicht zu vergessen, Zwangsurlauben vorzubeugen und Spontanität im Rahmen zu halten. Bepoet.

Reisen, Romane, Future, Social und Private Wellness ist auch ein Thema bei mir in diesem Jahr. Bei noch besseren Wetter geht es bald los mit der Sience-Fiction-Führung Frankfurt. Ich suche noch einen Verlag für den ersten Roman. Wochenendkurse im tropischen Thüringen sind geplant. Open-Air-Lesungen oder einfach nur Spaziergänge und überhaupt …………………………………………………. ein Wind von den Azoren

bläst heute an die Ohren.

blühende Tage wünscht Bepoet.

Wechsel

Ich wünsche allen ein besseres als ein schlechteres, ein schöneres und gesunderes oder wenigstens genauso schönes, gesundes und liebes oder noch liebstes. besseres und auf jeden Fall ein anderes, daß aber auch schöner oder genauso schön nur nicht schlechter als das alte sonderen nur ein gutes neues buntes, freudiges, schönes, aufregendes aber ohne Stress, Ärger, Armut und Krankheit sondern mit Glück, Segen, liebe Reichtum ,Sex und sonstiges mit netten und tollen schönen und lieben und anderen aufregendem aber ruhiges entspanntes und erholsames voller Urlaub Sonne, Mond und Sterne und einen guten Schlaf bei angenehmen Temperaturen, vollen Bauch einigen Kilos weniger und gut durchtrainiert ohne zu sehr zu leiden, Leiden sowiesonicht und auch kein Elend sondern ich wünsche euch wirklich, tatsächliches starkes liebes also ein wie soll ich sagen ein schönes Neues Jahr.

….und das alte kommt nicht wieder und am Samstag ist Salon Franco…….!

Weihnachtsgeschichte 1. Teil

Weiss wie Schnee.

Weiss wie Schnee leuchten tausende Glühlämpchen am großen Weihnachtsbaum des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Nieselregen tröpfelt. Gepolsterte Schultern drücken von der Seite. Weihnachtspolonaisen versperren den Weg. Endlich , geschafft. Vor mir liegt der eiserne Steg. Der eiserne Weihnachtssteg über dem Weihnachtsmain hinter dem Weihnachtsmarkt mit dem weißen Lichterkettenweihnachtsbaum. Das Weihnachtsgeschäft brummt.

Die Hochhausweihnachtsbeleutung spiegelt sich im Main. Es Nieselt noch immer.

Ich komme an dem weihnachtlichen christlichen Krankenhaus vorbei. Einige Meter weiter strahlt das schneeweiße Licht des Parkhauses auf die Kreuzung. Noch ein paar Meter. Ein paar Meter zur Schulstraße 1a. Im dunklen Licht des Hinterhofes ist Stille. Hinter den hellen Fenstern der Austellungshalle sehe ich Schatten mit Rotweingläsern.

Mehr als 24 junge Kunstpositionen zur Weihnachtsaustellung an weißen Wänden.

Ramons Foto an der Wand ist grau. Nackte Beine baumeln wie in den Raum. Aufgehängt. Tod durch Strangulation. Darunter Bücher. Geschlossene Bücher. Im Hintergrung ein weißer Plastikstuhl. Der Rahmen ist schwarz.

Der Weihnachtsbaum aus Plastikspielfiguren zieht Kinderhände an. Der Tisch am Eingang ist nicht hoch genug für sie. Eltern ziehne die kleinen weg. Kunst ist teuer . Kunst ist fragil.

Aus der letzen Ecke des Raumes leuchten Mädchenaugen von einem Bild entgegen. Darüber steht Respekt.

Respekt ist ein vergessenes Wort. Ein Weihnachtswort. Ein in die Ecke gehängtes Wort.

Ich packe das Wort in den Jutesack und gehe hinaus. Am Wochenende ist Weihnachtsmarkt in Kronberg und mein Sack ist noch nicht sehr voll.

Nebel

Die Verscheuchte

von Else Lasker- Schüler

Es ist der Tag in Nebel völlig eingehüllt,

Entseelt begegnen alle Welten sich –

Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

….. das ist nur die erste Strophe des eines Gedichtes über Liebeskummer. Den habe ich nicht deshalb endet das hier. Aber es geht um den Nebel.

Deutschland ein Wintermärchen es ist immer noch Heine Jahr.

Deutschland ein Sommermärchen – Fussball im Film.

Rödelheim ein Nebelmärchen

heißt der Spaziergang mit Lesung durch den Brentanopark am 2. Dezember. Ich suche den Nebel in der Poesie.

Hinter Bäumen berg`ich mich auch von Else Lasker- Schüler

Hinter Bäumen berg ich mich –

Bis meine Augen

Ausgeregnet haben.

Und halte sie tief verschlossen,

Daß niemand dein Bild schaut.

ich schlang meine Arme um dich

Wie Gerank

Ìch schenkte dir Levkoje

Meines Leibes,

Alle meine Schmetterlinge scheuchte ich

in deinen garten.

Immer ging ich durch Granaten,

Sah durch mein Blut

Die Welt überall brennen

Vor Liebe

Schlage mit der Stirn nun

Meine Tempelwände düster.

Du falscher Gaukler,

du spanntest ein loses Seil.

Wie kalt nun alle Grüße sind.

Mein Herz liegt bloß,

Mein Fahrzeug

Pocht grausig;

Bin immer auf See

O, fühl, ich lande nie.

Novemberpark Be poet

Die Schmetterlinge sind schon in den Süden geflogen oder gestorben.

Ich weiß nicht wo die Eier schlafen und wann sie zur Raupe werden.

Doch wenn die Verpupten schlüpfen, scheuch ich sie auch in deinen Garten.

Im Sommer, nächstes Jahr. Vorher blühen die Kakteen und die Kolibris warten.

Verzeiht den Bäumen das sie nicht so breit werden um sich zu verbergen. I

Im Winter kommt der Fäller.

Doch das rote Auto hat neue Bremsen und Winterreifen.

Die Reise geht weiter.

Die Tempelwände werden bald gestrichen, es ist ja November.

Warum sind die Altare nur so schwer.

Noch hängen Blätter. Roter Strahl für wenige Momente.

Sonnenblick vor schwarzen Wolken.

Noch sind die Pfützen viel zu klein für meine Jacke.

Doch gestern roch es nach mehr und Algen.

Es waren keine faulen Blätter.

Es war der Wind vom Meer und mehr……….