Weihnachtsgeschichte 1. Teil

Weiss wie Schnee.

Weiss wie Schnee leuchten tausende Glühlämpchen am großen Weihnachtsbaum des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Nieselregen tröpfelt. Gepolsterte Schultern drücken von der Seite. Weihnachtspolonaisen versperren den Weg. Endlich , geschafft. Vor mir liegt der eiserne Steg. Der eiserne Weihnachtssteg über dem Weihnachtsmain hinter dem Weihnachtsmarkt mit dem weißen Lichterkettenweihnachtsbaum. Das Weihnachtsgeschäft brummt.

Die Hochhausweihnachtsbeleutung spiegelt sich im Main. Es Nieselt noch immer.

Ich komme an dem weihnachtlichen christlichen Krankenhaus vorbei. Einige Meter weiter strahlt das schneeweiße Licht des Parkhauses auf die Kreuzung. Noch ein paar Meter. Ein paar Meter zur Schulstraße 1a. Im dunklen Licht des Hinterhofes ist Stille. Hinter den hellen Fenstern der Austellungshalle sehe ich Schatten mit Rotweingläsern.

Mehr als 24 junge Kunstpositionen zur Weihnachtsaustellung an weißen Wänden.

Ramons Foto an der Wand ist grau. Nackte Beine baumeln wie in den Raum. Aufgehängt. Tod durch Strangulation. Darunter Bücher. Geschlossene Bücher. Im Hintergrung ein weißer Plastikstuhl. Der Rahmen ist schwarz.

Der Weihnachtsbaum aus Plastikspielfiguren zieht Kinderhände an. Der Tisch am Eingang ist nicht hoch genug für sie. Eltern ziehne die kleinen weg. Kunst ist teuer . Kunst ist fragil.

Aus der letzen Ecke des Raumes leuchten Mädchenaugen von einem Bild entgegen. Darüber steht Respekt.

Respekt ist ein vergessenes Wort. Ein Weihnachtswort. Ein in die Ecke gehängtes Wort.

Ich packe das Wort in den Jutesack und gehe hinaus. Am Wochenende ist Weihnachtsmarkt in Kronberg und mein Sack ist noch nicht sehr voll.

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