Frankfurt Istanbul

Der Löffel klappert vertraut im türkischen Tee. Süß. Ein vager Geruch von guten Lahmacun und frischen Fisch streicht herum. Meine Gedanken sind auf der Dachterrasse und blicken auf den Bosporus. Die Füße kleben auf dem harten Beton der Elbestraße. Das Herz ist bei dir.

Die letzen Kurzparker fahren zum „Ins grüne Wohnen“. Der Parkscheinautomat beendet seinen Dienst um siebzehn Uhr. Zeit für die Anwohner einen der wenigen Plätze zu besetzen. Das Abendgeschäft beginnt. Ich will ans Meer doch die letzte Fähre nach Marmara ist schon weg. Am Kai hängen die Luftballons für die Luftgewehre. Hinten grillt der Fisch und das hacken der Petersilie dringt ins Ohr. Oben nur Dächer mit steilen Giebeln und die Nächte von Istanbul nur in meinen Träumen. Die Schritte schleichen im Rhythmus und der Bass schlägt wie die Boote an der Kaimauer. Schreiend formt die Zunge Töne der Träume hinaus.

Freitag Elbestraße 10 Hinterhaus Ffm. Achtzehn Uhr.

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