Archiv für die Kategorie 'Kunst & Musik'

minipresse

Die 21 Mainzer Minipressenmesse findet vom 2.-5.Juni 2011 am Mainzer Rheinufer Höhe Rathaus statt.
Die internationale Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen zeigt vom Siebdruck über Undergroundzeitschriften, Fanzines, Poetryslamverlage, Kunst, Kochen, Papierschöpfen, drucken, Reisen, Politik, die Nischen der Klein und Selbstverleger.
Be Poet ist beim www.Lichtblauverlag.de bei einem Fanzineprojekt dabei. Es wird Live gedruckt und das neue Siebdruckbuch von Kerstin Lichtblau wird vorgestellt.
Der Rauschhaus Kunst-katalog kann dort auch erworben werden.
www.minipresse.de
Außer Bücher kaufen, kann man/frau am Rhein liegen halbe Liter Weinschorle trinken, halbstündlich Lesungen anhören, einen Liegestuhl an der Sand Beachbar mieten, gegenüber in Biebrich die Papagein im Schloßpark bewundern oder nebendran brütende Störche an der Trinkwasseraufbereitung beobachten, Abends zum Slam gehen oder zur Darkwaveparty ins Kuz, Weinkisten in einem kleinem Weingutkaufen oder vier Tage Zelten.

Rödelheimer Musiknacht

Am 28.5.2011 findet die lange Rödelheimer Musiknacht statt.
40 Bands fast alle Open Air von 18.00 bis Mitternacht.
Programm www.roedelheim.blogspot.com
Be Poet tritt um 19.00 im Brentanopark am Rosengarten auf. Ffm. Rödelheim

Verssagen!

Plakat Basis Sommeraustellung

Der Dichter an und für sich ist immer auch ein Verssager. Dazu habe ich das Plakat „Verssagen!“ erstellt. Es ist bei der www.basis-frankfurt.de Sommeraustellung zu sehen. Diese findet am Dienstag den 17.8.2010 in der Gutleutstraße 8-12 statt und ist ein paar Wochen zu sehen. Das Plakat kann dort mit über dreißig anderen als Puplikation für 5,- Euro erworben werden.

Poesie ist überall

Januarmond
grau wie Himmelstauben
die Meisen singen.

Haiku zur Ausstellung von Naschu, Galerie Hübner, Grüneburgweg.

Freitag 25. Jänner:
Haus und Ausstellungseröffnung der Basis 2 in der Gutleutstr. Höhe Theatertunnel.

Ich wünsche: Neue Energie, gute Knie und etwas Poesie.

Dienstag 29. Jänner ein Monat lang:
Tourismus- Ausstellung Schirn Frankfurt.

Im Kunstwerk von Lee Ming Wei verbirgt sich auch der B-Poet mit der poetischen Stadtteilführung Rödelheim. Der Rödelheim-Guide mit Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen ist jetzt auch erhältlich.

Galerie Wildwechsel Rotlintstr. ab 2.Februar

Ausstellung mit Ruth Luxenhofer. Der Vogel hat Platz genommen.
Betrachtungen zur Kunst von Ruth Luxenhofer.

Von Michael Bloeck 12/06

Normalerweise wäre ich ja weiter gegangen. All die Termine, Gedanken, Besorgungen, Verpflichtungen, die angeblich existenzsichernden Dinge geben den Schritt vor. Selbst das Sitzen, folgt nur der Müdigkeit.

Doch heute sehe ich ihn.

Er hat sich nicht aufgedrängt. Er hat sich nicht aufgedrängt mit allzu bunten Gefieder und grellen Farben. Sein Lied ist leiser als die vorbeifahrenden Autos. Dabei ist er groß.

Der Vogel ist groß. Wäre er eine Taube, dann aber keine, die Angst vor Falken hätte.
Er braucht sie nicht, er braucht sie nicht, die Farben jugendlicher Trainingsanzüge.

Sein weniges Rot reicht ihm.

Er dreht auch keine Runden. Er dreht auch keine Runden, um sich mit Getöse auf die Beute zu stürzen.
Er hat schon gegessen und er weiß, woher er sein Futter bekommt.

Der Vogel hat Platz genommen.

Er braucht nicht fliegen um frei zu sein, aber er kann es. Seine Flügel sind weit und stark.
Er braucht auch nicht andauernd pfeifen, wer was von ihm will, der kommt schon.

Es ist ihm egal zu welcher Rasse er gehört. Er hat seine eigene Art.
Er sitzt auf einen Baum.
Er sitzt auf einem Baum, hinter einem weißen Traum.

Die dunklen Träume kenne ich, es sind die hellen, die rätselhaft bleiben.

Die unklaren Lienen, sind vertraut, doch die weite Fläche macht Angst. Da kann ich mir, meinen Weg aussuchen, aber es gibt keine Hindernisse, die mich leiten. Ein erschreckender Gedanke, es muss wie Fliegen sein.

Der Vogel hat Platz genommen, er weiß, wo er landen kann.

Mein Körper schwankt. Die beleuchteten Fenster im Hintergrund blinken.
Jeder ist anders, wie sie selber.

Der Vogel wendet sich den anderen Vögeln zu. Es sitzen einige dort auf dem Baum. Ich sehe sie erst jetzt.

Ich muss weiter gehen, aber ich habe Ruth Luxenhofer getroffen.

„Es ist schön,“ sage ich zur ihr.
„Es ist schön, wenn man sich den Baum aussuchen kann auf dem man landet.“

Sudoku und dosiertes Leben

Es gibt kaum eine S-Bahn ohne Zahlenreihenfüllende Sudokuenträtselnde. Im nächsten Band der Zeitschrift: „Das dosierte Leben.“ erscheint die Premiere der von mir entwickelten Sudoku-Poesie. Es handelt sich um eine neue Form der mathematischen Poesie und DaDa. Für Sudokukennende die Kurzfassung : Ersetze die Zahlen1-9, durch je ein Wort, löse das Rätsel und schon entsteht ein Langgedicht oder neun Kurzgedichte a drei Zeilen mit drei Worten. Oder noch besser, bestellt einen Band des dosierten Lebens unter www.das-dosierte-leben.de .

Jochen König gibt seit einigen Jahren diese Zeitschrift heraus, die sich humorvoll mit DaDa , Kunst und anderen Formen beschäftigt. Das hat auch schon die Süddeutsche Zeitung veranlasst, einen größen Artikel darüber zu schreiben. Für Musikliebhaber sind auch die frühen Cd s von ihm interessant. Punk und DaDa in bester „Die lebende Dosis“ Manie.

Ein besonderes Höhepunkt, sind auch die neuen Zeichnungen von www.Kerstin-Lichtblau.de auch im dosierten Leben. Live sind ihre Werke noch im Heimspiel, Wittelsbacher Ecke Habsburger Allee, Ffm, oder im Portikus, Maininsel Ffm. bei der Sammlung Rausch, dem Hausmeisterehepaar der hiesigen Kunsthochschule, zu sehen.

Der neue Kalender

In der Kunst geht es wie in der Liebe:

Je mehr man sich gibt,
desto mehr man empfängt.

Wirbt die verstorbene Paula Modersohn-Becker auf dem kostenlosen Boesner Kunstkalender. Das Urheberrecht dieser Worte ist abgelaufen und sind kostenlos verwendbar. Es ist erlaubt, fremde Kunst zu verändern und daraus neue Kunst zu machen. Kunst ist besonders geschützt.

Ein gutere Schriftsteller muß lügen können, sagen viele Ratgeber für angehende Literaten.

In meinem neuen Kalender stehen die nächsten Termine für den Salon Franco, immer der erste Samstag im Monat. Demnächst mit www.TilmanDoering.de.ki. Außerdem die kostenlosen Vorlesungen der Poetik-Dozentur in der Uni Ffm., Hörsaal 5 ab 18.00 am 16.+23.+30.1.+6.2.+13.2. mit Urs Widmer und dem Thema: Vom Leben, vom Tod und vom übrigen auch dies und das.

Dieser Freitag ist auch noch Poetry-Slam in der FH-Niebelungenplatz. Bald beginnt eine neue Lesereihe „Im Bett“, das ist in der Klappergasse und Älteren noch als Far Out Bagwandisco bekannt. Da spielen jetzt immer gute neue Bands.

Im Sommer ist mal wieder Dokumenta in Kassel. Ersmals wurde ein katalanischer Sternekoch eingeladen. Also einen Capmingplatz am Edersee vorbestellen oder ein teures Hotel.

Der Sinn eines Kalender ist es, der Demenz vorzubeugen, Geburtstage nicht zu vergessen, Zwangsurlauben vorzubeugen und Spontanität im Rahmen zu halten. Bepoet.

Reisen, Romane, Future, Social und Private Wellness ist auch ein Thema bei mir in diesem Jahr. Bei noch besseren Wetter geht es bald los mit der Sience-Fiction-Führung Frankfurt. Ich suche noch einen Verlag für den ersten Roman. Wochenendkurse im tropischen Thüringen sind geplant. Open-Air-Lesungen oder einfach nur Spaziergänge und überhaupt …………………………………………………. ein Wind von den Azoren

bläst heute an die Ohren.

blühende Tage wünscht Bepoet.

Weihnachtsgeschichte 1. Teil

Weiss wie Schnee.

Weiss wie Schnee leuchten tausende Glühlämpchen am großen Weihnachtsbaum des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Nieselregen tröpfelt. Gepolsterte Schultern drücken von der Seite. Weihnachtspolonaisen versperren den Weg. Endlich , geschafft. Vor mir liegt der eiserne Steg. Der eiserne Weihnachtssteg über dem Weihnachtsmain hinter dem Weihnachtsmarkt mit dem weißen Lichterkettenweihnachtsbaum. Das Weihnachtsgeschäft brummt.

Die Hochhausweihnachtsbeleutung spiegelt sich im Main. Es Nieselt noch immer.

Ich komme an dem weihnachtlichen christlichen Krankenhaus vorbei. Einige Meter weiter strahlt das schneeweiße Licht des Parkhauses auf die Kreuzung. Noch ein paar Meter. Ein paar Meter zur Schulstraße 1a. Im dunklen Licht des Hinterhofes ist Stille. Hinter den hellen Fenstern der Austellungshalle sehe ich Schatten mit Rotweingläsern.

Mehr als 24 junge Kunstpositionen zur Weihnachtsaustellung an weißen Wänden.

Ramons Foto an der Wand ist grau. Nackte Beine baumeln wie in den Raum. Aufgehängt. Tod durch Strangulation. Darunter Bücher. Geschlossene Bücher. Im Hintergrung ein weißer Plastikstuhl. Der Rahmen ist schwarz.

Der Weihnachtsbaum aus Plastikspielfiguren zieht Kinderhände an. Der Tisch am Eingang ist nicht hoch genug für sie. Eltern ziehne die kleinen weg. Kunst ist teuer . Kunst ist fragil.

Aus der letzen Ecke des Raumes leuchten Mädchenaugen von einem Bild entgegen. Darüber steht Respekt.

Respekt ist ein vergessenes Wort. Ein Weihnachtswort. Ein in die Ecke gehängtes Wort.

Ich packe das Wort in den Jutesack und gehe hinaus. Am Wochenende ist Weihnachtsmarkt in Kronberg und mein Sack ist noch nicht sehr voll.

Frankfurt Istanbul

Der Löffel klappert vertraut im türkischen Tee. Süß. Ein vager Geruch von guten Lahmacun und frischen Fisch streicht herum. Meine Gedanken sind auf der Dachterrasse und blicken auf den Bosporus. Die Füße kleben auf dem harten Beton der Elbestraße. Das Herz ist bei dir.

Die letzen Kurzparker fahren zum „Ins grüne Wohnen“. Der Parkscheinautomat beendet seinen Dienst um siebzehn Uhr. Zeit für die Anwohner einen der wenigen Plätze zu besetzen. Das Abendgeschäft beginnt. Ich will ans Meer doch die letzte Fähre nach Marmara ist schon weg. Am Kai hängen die Luftballons für die Luftgewehre. Hinten grillt der Fisch und das hacken der Petersilie dringt ins Ohr. Oben nur Dächer mit steilen Giebeln und die Nächte von Istanbul nur in meinen Träumen. Die Schritte schleichen im Rhythmus und der Bass schlägt wie die Boote an der Kaimauer. Schreiend formt die Zunge Töne der Träume hinaus.

Freitag Elbestraße 10 Hinterhaus Ffm. Achtzehn Uhr.






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