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Battle of Arts

Morgen den 15.6. ab 20.00 findet beim Theater Landungsbrücke, Gutleutstr.294, Milchsackgelände der

“Battle of Arts” statt.

Es handelt sich um das Abschlußprojekt der angehenden Veranstaltungskaufleute an der Stauffenbergschule.Es gibt Garffitisprayer, Rockbands ( Banjoory!Rockomotive!Wortgewandt!) und Poetryslammer. Außer Tilman Döring und Max Neumann, tritt auch der Be Poet auf.Trotz Sponsoren beträgt der Eintritt leider noch 8,- Euro. Kostenlos ist hingegen der Besuch der Austellung “Beyond” in der Basis, Elbestr. 10. Zwischen 15.00 und 18.00 kann man mit dem Schreiber dieser Worte, morgen über Kunst und Visuelle Poesie reden.Bepoet und die Poesie macht auch nicht Halt, vor der bildenden Kunst.Mein Komentar zur Austellung von Maurizio Catallan im MMK, Brauchbachstraße, ist folgender: Ein Pferd, dass mit dem Kopf durch die Wand will, ist ein Esel.

Weihnachtsgeschichte 1. Teil

Weiss wie Schnee.

Weiss wie Schnee leuchten tausende Glühlämpchen am großen Weihnachtsbaum des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Nieselregen tröpfelt. Gepolsterte Schultern drücken von der Seite. Weihnachtspolonaisen versperren den Weg. Endlich , geschafft. Vor mir liegt der eiserne Steg. Der eiserne Weihnachtssteg über dem Weihnachtsmain hinter dem Weihnachtsmarkt mit dem weißen Lichterkettenweihnachtsbaum. Das Weihnachtsgeschäft brummt.

Die Hochhausweihnachtsbeleutung spiegelt sich im Main. Es Nieselt noch immer.

Ich komme an dem weihnachtlichen christlichen Krankenhaus vorbei. Einige Meter weiter strahlt das schneeweiße Licht des Parkhauses auf die Kreuzung. Noch ein paar Meter. Ein paar Meter zur Schulstraße 1a. Im dunklen Licht des Hinterhofes ist Stille. Hinter den hellen Fenstern der Austellungshalle sehe ich Schatten mit Rotweingläsern.

Mehr als 24 junge Kunstpositionen zur Weihnachtsaustellung an weißen Wänden.

Ramons Foto an der Wand ist grau. Nackte Beine baumeln wie in den Raum. Aufgehängt. Tod durch Strangulation. Darunter Bücher. Geschlossene Bücher. Im Hintergrung ein weißer Plastikstuhl. Der Rahmen ist schwarz.

Der Weihnachtsbaum aus Plastikspielfiguren zieht Kinderhände an. Der Tisch am Eingang ist nicht hoch genug für sie. Eltern ziehne die kleinen weg. Kunst ist teuer . Kunst ist fragil.

Aus der letzen Ecke des Raumes leuchten Mädchenaugen von einem Bild entgegen. Darüber steht Respekt.

Respekt ist ein vergessenes Wort. Ein Weihnachtswort. Ein in die Ecke gehängtes Wort.

Ich packe das Wort in den Jutesack und gehe hinaus. Am Wochenende ist Weihnachtsmarkt in Kronberg und mein Sack ist noch nicht sehr voll.

Lesebühnen

Es war ein netter Abend in der 1. Frankfurter Lesebühne. Das Sixty4 war voll, es gab Freibier und ich konnte auch mal etwas Prosa lesen. Es gab sogar , wie sich das für eine Lesebühne gehört ein Sofa.

Was ist eine Lesebühne ?

Eine Leseveranstaltung die möglichst wöchentlich und möglichst in Berlin und möglichst mit einem Sofa, von möglichst zwei bis vier Personen veranstaltete und regelmäßig, also möglichst jede Woche stattfindende durch Eintritt finanzierte Leseshow.

Die selbst schreibenden und vorlesenden Veranstalter und Showmaster sind die Schamanen außerhalb des Suhrkampverlages und der Literaturhäuser. Sie predigen in schönster Gospelmanier und geben den Gästen Freude und Weisheit weiter.

Zum Beispiel tragen in Berlin, wo die meisten Lesebühnen vorhanden sind, die Surfpoeten ein Arbeitslosengebet vor. Ja, sie haben die Arbeitslosigkeit zur Religion erhoben. In der Chausee der Enthusiasten sind die schönsten Literaten Berlins zu sehen, ich rate niemanden den weniger schönen in die Augen zu sehen. Außer sommerlicher Lesedünen kommen alle Formate vor. erst letzlich war im Dunckerclub ( Da gehe ich immer tanzen, wenn ich in Berlin bin.) ein Dark Poetry Special. Liedtexte entsprechender Bands wurden vorgetragen. Gelegentlich tauchen auch lesende Frauen und andere lesende Gäste auf den Lesebühnen auf, die viel besser sind als die Veranstalter. Slampoeten werden auch nicht so gerne gesehen, die sind zu lustig und beschädigen das Image der entsprechenden Kirche, es kann ja nicht jeder Papst sein,was diese veranlasst eine eigene Lesebühne zu eröffnen.

Berlin eignet sich besonders für Lesebühnen. Es gibt genügend große Kneipen mit Nebenräumen und jeder Wirt ist froh über Publikum, das dort reichlich Zeit hat, weil es entweder studiert oder Hartz 4 Geld hat und schon draußen Flaschenbier trinkt.

In Frankfurt ist das anders. Die Wirte wollen nicht das man viel oder überhaupt Eintritt nimmt, es könnten ja zu wenig kommen. Außerdem ist das Risiko zu groß Laufkundschaft zu verscheuchen und es gibt zuviel Menschen die hier arbeiten, Überstunden machen und körperlich und geistig dadurch erledigt sind und ihre wenigen freien und wachen Minuten dann doch in die Beziehung stecken.

Generell sind die meisten Poetry Slams und Lesebühnen außer in Berlin, im süddeutschen Raum etwas in NRW und weniger im Norden anzutreffen. Es scheint das in barocken und den gkörperlichen Genüßen mehr zugetane Gegenden, eher auf andere Literatur anzutreffen ist. In Österreich sind mehr skurillere und der bildenden Kunst zugewandten Veranstaltungen anzutreffen.

Infos Termine über www.mairisch.de das www.berliner-zimmer.de dort wird auch erklärt was ein Lesesalon ist wie z.B. Salon Franco am Sa den 30.9. 21.00.

Trotz der Freude beim zuhören gelesener Texte gilt mein Lob den Freestylern und freien Erzählern ohne Texten. Dessen Bundesverband sitzt in Nürnberg und die reden eher als zu schreiben. Wer mal einen guten Erzähler erotischer Märchen oder Geschichten aus 1001 Nacht erlebt hat wird mir zustimmen.

Doch wie immer ist die größte Bühne das Leben und jeden Morgen geht ein neuer Vorhang auf.

Applaus!!!!!!!!!! Be Poet !

Slamen und Schlemmen

Ich halte das Magazin von www.exfor.org in meinen Händen. Thema Essen.

Außer solchen Sätzen wie: Wer kocht kann auch versalzen und vielen Bildern von Erdbeerständen verrate ich darin mein Bulgursalatrezept.

Die Gammelfleischskandale ließen mich heute die Frage an die Fleischereifachverkäuferin stellen, ob der Leberkäse frisch sei und nicht eingefroren. Sie meinte, der sei frisch und kommt direkt aus der Fabrik.

Nachher geht es zur Rödelheim Restaurant-Führung. Leider haben alle guten und bezahlbaren Gaststätten geschlossen. Im japanischen Restaurant ist jetzt sogar ein Friseur eingezogen. Aus Senso i Vita wurde eine Wohnung gemacht, wenigstens etwas erfreuliches und satt des Biegwaldinders wagt es ein Verwandter von Goethe günstige Schnitzel anzubieten.

Die Weinstube hat schon lange zu und alle sind gezwungen zur Alternative in den Keller beim Kapitän zu gehen. Der Wirt vom Schusterstübchen lebt nicht mehr, so die Gerüchteküche, und der neue Italiener am Eck ist ein Blender und die Volksküche ist nur am Donnerstag.

Billiger und Bier ist der Trend der Stadtteilküchen. Sicher, wer kann sich das Essen gehen noch leisten. Nichts oder alles. Der Ein-Sterne-Italiener hält sich. Wenn jeden Tag ein bis zwei Tische besetzt sind, reicht ihm das wohl, bei den Preisen, versteht sich.

Selber Kochen ist angesagt. Kochsendungen, Kochbücher gehen weg wie warme Semmel und am Fischgroßhandel bilden sich Freitags-Schlangen. Die bekommt man da zwar nicht, aber Aale.Wer noch preiswert und interesant essen will, sollte ins Bahnhofsviertel gehen die chinesischen Resaurants unter entsprechenden Hotels. Außer Darmschweinereien, bekommt man da Hühnchenbällchen mit Algen und Speckmantel, Maultaschen mit Huhn oder Rind mit Essig.

Fisch, Fisch, Fisch und kein Süß-Sauer für Einsteiger.

Wer slamt, sollte einen nicht zu vollen Magen haben, das ist wie beim Singen. Vorallen keinen ekligen in letzter Minute heruntergeschlungenen Knoblauchsossenkebap. Punktabzug. An Bieren sollte man sparen oder sie in vollen Mägen genießen.

Was mir immer fehlt ist ein guter Wein.

Es fließt der Bachustropfen mild

Lippen, Gaumen,Zunge, Magen.

Sag mir wo weitere Tropfen sind,

um das Leben zu ertragen.






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